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Trocknung für Bauholz ( Artikel im österreichischen "Holzkurier" vom 27. April 2000 ) |
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Der Zimmermann will zwei Wochen nach der Bestellung das Holz für den Dachstuhl, erklärt Sägewerksbesitzer Franz Ametsbichler seine Entscheidung für die Eberl-Vakuumtrockenkammer. Der Betrieb von Franz Ametsbichler ist durchaus repräsentativ: Einschnitt von etwa 3000 fm pro Jahr, davon 500 fm Lohnschnitt. Typisch auch der hohe Anteil mit 2000 fm Fichte als Bauholz. Die besonders in Bayern nachgefragten Sichtdachstühle müssen gehobelt werden, was eine Trocknung verlangt. Franz Ametsbichler erwartet sich von der neuen Bauholzsortierung zusätzliche Vorteile am Markt. Allerdings ist auch der Einschnitt von Eiche und Lärche für örtliche Schreiner mit 500 fm zu einem Standbein geworden, wobei ihm die Kammer gute Dienste leistet. Wie bei vielen anderen kleinen Sägewerken steht auch bei Ametsbichler das Gatter und der Säumer von Esterer in der 1994 errichteten, unbeheizten Halle. Eine Heizanlage, an die auch die Kammer angeschlossen werden könnte, ist nicht vorhanden. Strom - kein Problem: Dieselaggregat, Nachtstrom und die eigene Wasserkraftturbine sorgen für die von der Anlage benötigten 4 kW/h Durchschnittsverbrauch. |
Mit Sicherheit stellt das durch eine Ortsverbindungsstraße geteilte Werksgelände keine Seltenheit dar. Da die Anlage mit dem 1,2 x 1,5 x 11.2 m großen Stapelraum keine weiteren Installationen außer Strom benötigt, fand sie auf dem als Lager benutzten Gelände Platz. Die Kammer selber könnte direkt im Freien aufgestellt werden, nur für die Steuerung und den Kondenswasserbehälter wird ein frostsicherer Raum benötigt. Bei Investitionskosten von 170.000 DM dürfte manch kleiner Säger ein Geräusch ähnlich einer abgeschalteten Vakuumkammer von sich geben. Vorsichtig kalkulierte Vergleichsrechnungen mit einer Frischabluftkammer zeigten aber um 40% niedrigere Gesamtkosten zu Gunsten der Eberl Konstruktion. Dies wird besonders durch den niedrigen Energiebedarf der Kammer und den kürzeren Trocknungsprozess erreicht. Ametsbichler etwa benötigt für sein Bauholz drei bis vier Tage. Mehr als "a paar Brettl" bietet Ametsbichler seinen Kunden. In der 1994 errichteten Kommisionieranlage hat er immer 50 bis 60 m3 Schreinerware und 100 m3 Eiche vorrätig. Mit zwei Frontstaplern sowie einem Seitenstapler bewegt er die eigene produzierte und die zugekauften Waren. Zimmerleuten bietet er neben dem getrockneten Holz eine im vergangenen Jahr errichtete Halle, in der das Holz abgebunden werden kann.
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Selbst einen Dickenhobel stellt er zur Verfügung. Um kurzfristig auf Nachfragen reagieren zu können, hält Ametsbichler Latten und Seitenware für drei Monate vorrätig. Sägerestholz kann er problemlos an die steigende Zahl von Besitzern von Hackschnitzelheizungen verkaufen oder ins nahe Österreich liefern.
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